Anfang scheint der Name Maison für ein Burgunderhaus etwas schräg. Heute wissen wir mehr, denn dieses Weingut ist ein Haus, eines in dem eine Familie lebt und ihre Kinder großzieht.
Eigentlich stammen Nicholas Harbour und seine kanadische Frau Colleen aus dem Finanzwesen und haben sich in Luxemburg kennengelernt. Doch spätestens seit 1999 waren die beiden vom Weinbazillus und der Region angesteckt. In 2012 war es mit ihrem vorherigen Leben in steriler Büroluft vorbei. Das weinbegeisterte Paar studierte an der Weinschule in Beaune die technischen, landwirtschaftlichen sowie kommerzielleren Aspekte für Ihr Projekt. Ihr erster Jahrgang war 2013.
Eigentlich ist diese Geschichte kaum zu glauben, denn ihre höchstens 10.000 Flaschen die jährlich den Keller verlassen, sind der Stoff aus dem die Träume sind. Das Paar beweist eine stilsichere Hand und Gespür für ihre Gewächse, die vom Village bis zum Grand Cru reichen. Langsame, schonende Mazeration, bei der die Pinots komplett entbeert werden, lassen einen eher delikaten, feinen Stil, der sich mehr an Liebhaber richtet, entstehen.
Spontan vergoren und ohne Battonage (Chardonnay), werden sie ungefiltert und ungeschönt (Pinot Noir) nach einem Jahr Fassreife in gebrauchten Gebinden in ihrem halbunterirdischen Keller abgefüllt. Ein echter "Micro Vinificateur" mit einer sich von Jahrgang zu Jahrgang stetig steigernden Qualität, oder wie man im Burgund sagt ein: „Garagistes extraordinaires“.
Die Region: Burgund
Im Zentrum des wohl berühmtesten Anbaugebietes der Welt liegt die Côte d’Or, bei der man die nördliche Côte de Nuits von der südlichen Côte de Beaune unterscheidet. Rund um Nuits dominiert der fossile Kalk, auf dem vor allem Pinot Noir bis zur Perfektion reift. Rund um Beaune wird der Boden mergeliger, was vor allem dem Chardonnay sehr gut gefällt. Zum Burgund gehören außerdem das Chablis, die Côte Chalonnaise und das Mâconnais.