Candialle: Circe 2016 - Piemont Express

Candialle: Circe 2016

Candialle: Circe 2016

Geschmacksprofil

Leicht
Üppig
Sanft
Tanninhaltig
Süß
Trocken
Weich
Säurehaltig
  • 6 auf Lager
  • Nachbestellt, bald verfügbar
Lieferzeit: 1-3 Tage
Normaler Preis €48,66
€64,88 /l
* inkl. MwSt. zzgl. Versand zzgl. Versandkosten
Alkohol
14.5 % vol
Rebsorten
  • Sangiovese
Region
Toskana

In der griechischen Mythologie war die schöne Circe diejenige, die Odysseus Männer in Schweine verwandelte (man werfe einen Blick auf das Etikett) und wir alle wissen was mit bezirzen gemeint ist.

Wobei so lieblich und charmant ist der Circe, wie man es aufgrund der Story vermuten würde, eigentlich nicht. Die 70% Petit Verdot und 30% Merlot sind ein farblich und geschmacklich intensives und spannendes Gespann. Die Beeren stammen aus 25 Jahre alten Parzellen und wachsen auf 340-400 Meter.

Der Petit Verdot ist naturgemäß eine dominante Sorte die Farbe und viel Würze in die Blend bringt, während der Merlot das Ensemble softer und zugänglicher macht. Spontan vergoren im Edelstahlgebinde und für 2 Jahre im 228l Pieces gereift, mit 80% Neuholzanteil.

Tiefdunkle, fast schwarze Farbe und ein fordernder, intensiver Geruch von Lakritz, dunklen Beeren, wie Cassis und Brombeeren. Eine Gewürzkiste par excellence mit spürbaren Holznoten. Am Gaumen bleibt er eher straff und frisch.

Das ist der Dampfhammer im Samthandschuh aus der Kollektion von Candialle. Zu einem geschmorten Gericht oder einem Bistecca passt er auf alle Fälle perfekt.

Abgefüllt durch
Candialle Azienda Agricola S.S,
50020 Panzano in Chianti (Firenze), Italien
Allergene
  • Enthält Sulfite
Winzer
Candialle: Circe 2016

Candialle

Candialle ein 12,5 Hektar großes (kleines!) Weingut, liegt im Herzen des Chianti, am südlichen Ende der Conca d’Oro - der Goldenen Schale - nahe der Ortschaft Panzano.

In der Tat ist diese Lage etwas Besonderes und wird wie ein Grand Cru unter den vielen Ortschaften des Chianti Classico gehandelt. Wahrscheinlich auch, weil 90% der Weinberge nachhaltig bewirtschaftet werden und dieses Alleinstellungsmerkmal durch die “Unione Viticoltori Panzano“ gesichert ist.

Anfang 2000 zogen die deutschstämmige Josephin und ihr finnischer Mann Jarkko in das alte Bauernhaus am Fuße einer 300-440 Meter hohen Kessellage mit teilweise sehr alten Reben in terrassierten Anlagen und restaurierten es liebevoll. Da die Familie Peränen umgeben von 42 Hektar Kräutergärten, Pinien- und Olivenhainen wohnt, war von Anfang an eine sorgfältige, biologische Bewirtschaftung Prämisse. Seit 2019 sind sie zudem zertifiziert.

Das Hauptaugenmerk liegt auf den lokalen Sorten Sangiovese, etwas Malvasia Nera und Canaiolo, dennoch sind ein paar Parzellen mit Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot bepflanzt. Die „Fremden“ liefern außergewöhnliche Weine und Qualitäten ab und sind ein wichtiger Aspekt, um das heimische Terroir besser zu verstehen.

Alle Reben wachsen im bewährten blätterreichen Alberello-Erziehungssystem (auch bekannt unter Busch- oder Gobelet-Erziehung), was beim Blick auf das sich verändernde Klima ein weiser Entschluss war. Vorteil: es gibt weniger Altholz als bei der hier herkömmlich verwendeten Cordon-Erziehung. Die Rebe kann klimatische Extreme, wie z.B. Trockenstress, besser ausgleichen.

Gleichzeitig sind über 11.111 Pflanzen pro Hektar eine enorm hohe Stockdichte, die man in dieser Form nur aus Burgund und wenigen anderen Weinregionen der Welt kennt. Diese Maßnahme fördert die natürliche Konkurrenz unter den Reben und treibt die Wurzeln tief in die Böden aus kalkhaltigem Galestro und Alberese. Die kühle, markante Mineralik ist in allen Weinen von Candialle deutlich schmeckbar - überhaupt sind die Weine von Josephin und Jarkko im Laufe der Zeit immer klarer, puristischer und gleichzeitig ausdrucksstärker geworden. Sicherlich auch, weil ihre Erträge extrem niedrig sind und der Weg in den Keller nur 5 Minuten dauert, da alle Weinberge direkt um das Weingut arrondiert sind.

Im Keller wird die Arbeit auf das Wesentliche reduziert, es geht funktional zu und es wird nur minimal-invasiv in das Entstehen des Weines eingegriffen. Trotzdem gehen Neuerungen an den beiden nicht vorbei, nur eben behutsam und bedacht. So waren sie die Ersten in Italien, die einen Teil ihres Sangioveses in 250 Liter fassenden Keramikkugeln namens Clayver mit großem Erfolg ausbauten, was viele Nachahmer fand.

Es ist Landwirtschaft im besten holistischen Sinn, was auf Candialle passiert. Das Paar kennt jeden Quadratzentimeter ihres Besitzes und mit ihrer Passion, Beobachtungsgabe und durchdachter Handwerksarbeit im Keller, sind ihre Gewächse die stillen, kleinen Stars des Chianti Classico.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.

Diese Produkte könnten Sie interessieren
Zuletzt Angesehen