Roagna: Barolo Pira 2020

Roagna: Barolo Pira 2020

Roagna: Barolo Pira 2020

Geschmacksprofil

Leicht
Üppig
Sanft
Tanninhaltig
Süß
Trocken
Weich
Säurehaltig
  • 6 auf Lager
  • Nachbestellt, bald verfügbar
Lieferzeit: 1-3 Tage
Alkohol
14.0 % vol
Rebsorten
  • Nebbiolo
Region
Piemont

Pira ist mit beinahe fünf Hektar Rebfläche Luca Roagnas’ größte Lage und zudem eine Monopollage. Von hier kommt sowohl der Langhe Nebbiolo, der Barolo – von den 40 bis 70 Jahre alten Reben – und der Vecchie Viti, von den ältesten Rebstöcken. Der Boden ist extrem komplex: zum Teil sandig mit Gesteinsbrocken, zum Teil blauer und grauer Mergel mit viel Eisen und Felsen. Von diesem Terroir kommen immer fantastisch elegante Weine.

Das Faszinierende an den Roagna Weinen ist der Reifezustand nach vier, fünf Jahren. Dann zeigen sich Lucas Weine bereits von ihrer absoluten Schokoladenseite. Luca macht alle seine Cru-Lagen-Weine gleich: relativ späte Lese, denn die vollständige phenolische Reife hat bei Roagna einen wichtigen Stellenwert, um diese unglaubliche Finesse und die geschliffenen, feinen Tannine zu erreichen.

Seitdem Luca 2010 seinen neuen Keller einweihte, kommen die Pira Trauben innerhalb von 1,5 Stunden aus dem Weinberg ins Fass. Schneller geht es wohl nirgendwo. Nach der Gärung bleibt der Trester zwei weitere Monate lang im Kontakt mit dem Wein, bevor er abgezogen wird.

Im Anschluss folgen 5 Jahre Ausbau, davon mindestens drei Jahre in großen Garbelotto- Holzfässern, der Rest in Beton. Bei Garbellotto reift das Holz mindestens zehn Jahre bevor es in Weinfässer verwandelt wird, dadurch ist es mild und enthält keine bitteren Aromen mehr. Luca nutzt dennoch neue Holzfässer lediglich für seine Weißweine, und definitiv nie für Nebbiolo. Für die Roten steht der extrem langsame Austausch des Weins mit Sauerstoff im Vordergrund. Die Fässer sind 10 cm dick, also mehr als viermal so dick wie ein Barrique, dadurch ist die Oxidation eben extrem sanft und langsam.

2020 wurden die Trauben wie auch schon 2019 für diesen Wein komplett entrappt. In warmen Jahrgängen gibt Luca sonst eigentlich immer 5-7 Prozent Ganztrauben zur Gärung hinzu, um der Tanninstruktur etwas unter die Arme zu greifen.

Mittleres, leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Der Wein hat eine opulent duftende, intensive, herbstliche Nase. Gefallenes Herbstlaub, Leder, Lorbeerblätter, zarte braune Gewürze und schwebende ätherische Kräuter. Erdige Noten von gebranntem Ton, rostigem Eisen‚ weißem Pfeffer und etwas noblem, weißem Trüffel. Erfrischende Noten von Orangenabrieb, etwas Blutorange und herrlich verführerischer Vanille – alle Aromen sind schwebend und fein. Kleine wilde Gariguette Erdbeeren, saftige rote Schattenmorellen. Die intensiv verwobene erdige eisenhaltige-Mineralik vibriert unnachgiebig aus dem Glas.

Im Mund ist dieser Barolo Pira herrlich finessenreich. Wow, die Tannine sind wie ein samtiger, zarter Schleier, seidig geschliffen und rund. Erst nach dem Schlucken leben sie mit der erfrischenden Säure nochmals auf. Spannend, dieser Wein nimmt den ganzen Fokus komplett für sich in Anspruch! Hier möchte man wirklich genau aufpassen und keines der vielen Aromen verpassen! Gemischte rote Waldbeeren, zarte Aromen von Pflaumen und dezenter, leichtfüßig tänzelnder Würze. Erfrischende rote Johannisbeere, etwas Orangenabrieb und zarte, beinahe süß duftende Kräuter mit etwas Orange im Nachhall.

Der Barolo Pira hat mehr Kühle Präzision auf der Zunge als der zuvor probierte opulentere, saftigere Rocche. Ein wunderschöner »Vin de Mediation«. Luca Roagna kennt die feinen Weine der Welt wie nur wenige andere. Der Wein klingt in Wellen immer wieder und lange und saftig nach.


 

Abgefüllt durch
Roagna
Roagna, Località Paglieri, 9, 12050 Barbaresco CN, ITALIEN
Allergene
  • Enthält Sulfite
Winzer

Roagna

Roagna liegt direkt in Barbaresco. Luca führt das Familienweingut mit seinem Vater.

Lediglich 12 Hektar bewirtschaftet man mit größter Sorgfalt und arbeitet im traditionellen Stil. Luca baut seine Weine reduktiv aus, das heißt so gut wie unter Ausschluss von Sauerstoff. Das macht er zwar traditionell in großen Holzfässern, die aber fünfmal so dick sind wie ein klassisches Barrique, und somit kaum Sauerstoffaustausch durch die Holzporen zulassen. Zudem reift er seine Weine auf der Feinhefe, und die ist sozusagen ein Jugend-Serum. Ähnlich dem Ausbau klassischer Champagner, reifen die Weine auf der Hefe nämlich nur sehr, sehr langsam. Dadurch brauchen die Weine deutlich mehr Zeit, bis sie aufblühen. Mit größtem Aufwand stemmt der kleine Betrieb die meisterliche Leistung, die Weine möglichst spät zu vermarkten.

Damit erscheinen Barolo und Barbaresco meist im Schnitt einen Jahrgang später als bei vielen anderen Erzeugern. Die Reben sind bis zu 80 Jahre alt.

Der Fokus liegt neben etwas Barolo eindeutig auf Barbaresco. Sehr spannend ist auch der Langhe Bianco Solea, eine Cuvée aus Chardonnay und weißgekeltertem Nebbiolo. Ein Wein, der wie die Roten von seiner Struktur lebt.

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